Heute, am Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, haben wir am Ländtorplatz in Landshut ein spannendes Quiz mit interessierten Passant*innen durchgeführt. Fragen wie „In wie vielen Ländern gilt Homosexualität als Straftat?“ regten die Teilnehmer*innen dann doch stark zum Nachdenken an; es sind nämlich nicht weniger als 72. Auch die Zahl der Kinder, die jährlich intersexuell auf die Welt kommen, aber dann Operationen zur sogenannten „Geschlechterfestlegung“ durchmachen müssen ist erschreckend: Es sind 1700. Wir sind also von Gleichberechtigung noch weit entfernt: nicht nur international, sondern auch in der Bundesrepublik. Zwar gibt es inzwischen wichtige Meilensteine, wie die Ehe für alle und das dritte Geschlecht auf der Geburtsurkunde, doch noch immer werden queere Menschen diskriminiert.

„Homo- oder Bisexualität wird oft noch als die Abweichung der Norm vermittelt. Außerdem werden Themen wie Transgender oder Intersexualität in den Schulen noch immer nicht ausreichend behandelt. Alle Menschen sind gleich und das Konzept von Normalität ist konstruiert. Was als „normal“ gilt oder nicht ist nicht von Natur aus festgelegt, sondern wird von Menschen definiert. Wir müssen uns verabschieden von der Idee, Heterosexualität als die Norm zu betrachten.“ kritisiert Jasmin Faulstich, Sprecherin der Grünen Jugend Landshut.

Gegen diese Ungerechtigkeiten haben viele Menschen in Landshut heute Position bezogen. Durch die Fotoaktion konnten die Menschen ihre Meinung und Solidarität öffentlich machen. LGBTI*-Rechte sind Menschenrechte!